Am stärksten gefährdet für eine Sepsis sind Neugeborene und Kleinkinder, ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen. Bis zur Hälfte aller Sepsis-Überlebenden leidet langfristig, manchmal sogar lebenslang an den Folgen der Krankheit.
Schweizer Aktionsplan mit vier Schwerpunkten
Mehrere europäische Länder haben bereits koordinierte Programme zur Bekämpfung von Sepsis gestartet. Vergleichbare Initiativen gab es in der Schweiz bisher nicht, obwohl auch hier Sepsis zu einer der führenden Todesursachen gehört. Ein Gremium aus Experten hat nun einen nationalen Aktionsplan ausgearbeitet. Durch verbesserte Behandlung soll die Morbidität und Mortalität gesenkt und Betroffene sowie Angehörige besser unterstützt werden.
Die Fachleute sprechen sich für ein effizientes, national koordiniertes und auf die Patienten fokussiertes Vorgehen aus. Sie formulieren dazu vier Kernanliegen:
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Ausbildung des Gesundheitspersonals,
- Verbesserung von Diagnose und Behandlung,
- mehr und besser eingebundene Unterstützungsangebote für Überlebende sowie
- Förderung der Forschung zu Sepsis.
Das Gremium ist überzeugt, dass die Umsetzung des Aktionsplans Menschenleben retten, Betroffene entlasten sowie die Kosten im Schweizer Gesundheitssystem senken wird. Zwölf nationale medizinische Fachgesellschaften haben ihre Unterstützung zugesagt.PS
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