Auch in der Schweiz werden Behandlungen und Abklärungen durchgeführt, welche den Patienten mehr schaden als nützen. Der gemeinnützige Verein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» kämpft gegen diesen Missstand, indem er unnötige Behandlungen aus den verschiedenen medizinischen Fachgebieten veröffentlicht und Patienten ermutigt, mit den Gesundheitsfachpersonen in einen Dialog zu treten. Dabei verfolgt «smarter medicine» den Grundsatz, dass eine Behandlung nur dann angewendet wird, wenn diese tatsächlich zur Gesundheit und dem Wohle der Patienten beiträgt.
Gegen Über- und Fehlversorgung
Der gemeinnützige Verein «smarter medicine» und der vsao teilen die Vision eines patientenzentrierten und qualitativ hochwertigen Gesundheitssystems. Dabei begegnen sich Ärzte und Patienten auf Augenhöhe und entscheiden gemeinsam über die optimale, nicht maximale Medizin. Dies soll bereits in der Aus- und Weiterbildung vermittelt werden. Hierzu hat «smarter medicine» eine Arbeitsgruppe gegründet, in welcher der vsao künftig seine Expertise einbringen wird. Daneben will der Verband das Thema der Über- und Fehlversorgung an seinem jährlichen Kongress für den medizinischen Nachwuchs behandeln.
Weniger ist manchmal mehr
Damit Patienten mitentscheiden können, ist ein ausführliches Gespräch zwischen Gesundheitsfachperson und den Betroffenen nötig, da jeder Fall individuell beurteilt werden muss.PS