Die Analyse der Daten von 2010 bis 2019 zeigt, dass Frauen, die am Programm «Donna» teilgenommen haben, eine um zehn Prozentpunkte höhere Fünf-Jahres-Überlebensrate aufweisen als Frauen, die nicht teilgenommen haben.
Für die Untersuchung wurden die Daten des Krebsregisters Ostschweiz und des sogenannten «Donna»-Programms verwendet, die über 2700 Brustkrebsfälle dokumentieren. Ziel von «Donna» ist es, Brustkrebs früher zu erkennen und besser zu behandeln, indem Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer Mammografie eingeladen werden.
Ergebnisse der Auswertung:
- Frauen, die am Programm teilnahmen, hatten eine signifikant höhere Fünf-Jahres-Überlebensrate von 96,5 Prozent im Vergleich zu 86,1 Prozent bei Frauen, die nicht am Programm teilnahmen.
- Dies ist auf die Früherkennung von Brustkrebs zurückzuführen, da «Donna» 64,1 Prozent der Fälle als In-situ- oder Stadium-1-Karzinom identifizierte, verglichen mit 43,4 Prozent ausserhalb des Programms.
- Die Teilnehmerinnen des Programms benötigten nur halb so oft eine Brustkrebsentfernung und deutlich weniger Chemotherapien.
- Selbst Frauen mit Intervallkarzinomen nach dem Screening hatten immer noch eine höhere Überlebensrate als Nicht-Teilnehmerinnen.
- Die niedrige Rate an Intervallkarzinomen bestätigt die hohe Sensitivität und Effektivität des «Donna»-Programms.
KI-Software wird bereits getestet
Das positive Gesamtergebnis unterstreicht nach Ansicht der Forscher die Bedeutung einer systematischen Brustkrebsfrüherkennung. Das Forschungsteam will «Donna» zudem weiter verbessern, indem es Intervallkarzinom-Mammographien überprüft, Risikofaktoren minimiert und KI-Software für die Brustkrebsdiagnose einsetzt.PS