Covid-19: Nein, mRNA-Impfstoffe erhöhen nicht das Sterberisiko – sie senken es
Eine französische Studie mit fast 29 Millionen Menschen kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus senken das Gesamtsterberisiko um ein Viertel.
Sarah Bourdely9.12.20253"
Eine gross angelegte französische Studie bestätigt, dass mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 das langfristige Gesamtsterberisiko nicht erhöhen.
Ganz im Gegenteil: Von den rund 29 Millionen Erwachsenen, die über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet wurden, weisen Personen, die mindestens eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs erhalten hatten, ein um 25 Prozent geringeres Sterberisiko auf als Ungeimpfte.
Der Rückgang betrifft laut den Forschenden auch die häufigsten Todesursachen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.
Auch der Schutz vor schweren Verläufen von Covid-19 sei hoch: Die Sterblichkeit im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 war bei Geimpften um 74 Prozent reduziert, «was erneut die Wirksamkeit der Impfung gegen schwere Verläufe bestätigt», so die französischen Behörde für Arzneimittel- und Medizinproduktsicherheit ANSM in einer Mitteilung.
Bestätigte Sicherheit und Wirksamkeit
Die von der wissenschaftlichen Interessengemeinschaft EPI-PHARE durchgeführte Studie ist die erste weltweit, die die Mortalität über einen Zeitraum von vier Jahren nach der Impfung untersucht hat.
Anteil der Todesfälle aufgrund von COVID-19 an allen Todesfällen aller Ursachen nach Impfstatus, nach Dreimonatszeiträumen | Bild: Abschlussbericht der EPI-PHARE-Studie.
Die Studie beruht auf den Daten des französischen Gesundheitsdatenregisters SNDS und umfasst:
22,7 Millionen Personen, die zwischen Mai und Oktober 2021 geimpft wurden
5,9 Millionen Personen, die am 1. November 2021 ungeimpft waren
eine mediane Nachbeobachtungszeit von 45 Monaten
98'429 Todesfälle unter den Geimpften (0,4 %) gegenüber 32'662 Todesfällen bei den Ungeimpften (0,6 %)
Laut den Autorinnen und Autoren liefert die EPI-PHARE-Studie damit «neue, robuste Daten zum langfristigen Sicherheitsprofil der Impfstoffe».