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imageEin Spaziergang in der Gruppe im Wald: Ein gutes Beispiel, um körperlich und sozial aktiv zu sein. Denn das bremst die Hirnalterung. (Bild: UZH; iStock/alvarez)

Können körperliche und soziale Aktivitäten gesundes Hirnaltern begünstigen?

Forscher der UZH haben untersucht, wie sich verschiedene Freizeitaktivitäten – körperliche, soziale und kognitive – auf die Gesundheit des Gehirns im Alter auswirken.

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Körperliche Bewegung ist mit einer Vielzahl von positiven gesundheitlichen Aspekten verbunden. Zahlreiche Studien belegen, dass sich regelmässige körperliche Betätigung präventiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und Übergewicht auswirkt. Wie aber wirken sich verschiedene Freizeitaktivitäten – körperliche, soziale und kognitive – auf die Gesundheit des Gehirns im Alter aus? Dieser Frage ging ein Team von Forschern des Universitären Forschungsschwerpunkts «Dynamik Gesunden Alterns» und des Healthy Longevity Centers der Universität Zürich (UZH) nach.

Daten aus einer Längsschnittstudie
Dazu verwendeten sie Daten einer umfassenden Längsschnittstudie zur Entwicklung von Gehirn und Verhalten im Alter. Diese wurde vor zwölf Jahren von Lutz Jäncke, emeritierter Professor der UZH, initiiert und wird weiterhin in Co-Leitung mit Susan Mérillat betreut.
  • Ziel der aktuellen Arbeit war es, die Zusammenhänge zwischen der Dicke des entorhinalen Kortex, der Gedächtnisleistung und der Freizeitgestaltung bei kognitiv gesunden Erwachsenen über 65 Jahren längsschnittlich über einen Zeitraum von sieben Jahren zu untersuchen.

Bewegung und soziale Aktivität bremsen Neurodegeneration
Der entorhinale Kortex ist ein ca. 3.5 Millimeter dicker Teil unserer Hirnrinde im inneren Teil des Temporallappens, der eine zentrale Rolle für das Lernen und das Gedächtnis spielt. Er ist eine der Hirnregionen, die bei Alzheimerpatienten schon früh in der Krankheitsentwicklung betroffen sind. «Unsere Ergebnisse zeigen, dass Personen, die zu Beginn der Studie körperlich und sozial aktiver waren, über einen Zeitraum von sieben Jahren eine geringere Abnahme der Dicke des entorhinalen Kortex aufwiesen», sagt Neuropsychologe Jäncke.

Die Forscher fanden auch heraus, dass die Dicke des entorhinalen Kortex eng mit der Gedächtnisleistung zusammenhängt. Je weniger diese Hirnstruktur über die Studiendauer hinweg an Dicke verlor, desto weniger reduzierte sich auch die Gedächtnisleistung. «Körperliche Bewegung und eine aktive Freizeitgestaltung mit Freunden und Familie sind demnach wichtig für die Hirngesundheit und können einer Neurodegeneration im späteren Alter vorbeugen», sagt Jäncke.

Gehirn kann wie ein Muskel lebenslang trainiert werden
Weiter zeigte sich, dass eine höhere Gedächtnisleistung zu Beginn der Studie mit einer geringeren Abnahme der Gedächtnisleistung im Verlauf der Studie zusammenhängt. «Diese Befunde unterstützen die Vorstellung einer ‹kognitiven Reserve›, wonach das Gehirn zeitlebens wie ein Muskel trainiert werden kann, um dem altersbedingten Abbau entgegenzuwirken», sagt Isabel Hotz, eine der beiden Erstautorinnen zusammen mit Pascal Deschwanden. Es zahlt sich also aus, auch in späteren Jahren körperlich, geistig und sozial aktiv zu bleiben.

Viele ältere Menschen in der Schweiz scheinen sich dies erfreulicherweise bereits zu Herzen zu nehmen. So haben sich gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2022 rund drei Viertel der Bevölkerung ab 65 Jahren während ihrer Freizeit im empfohlenen Ausmass körperlich betätigt.PS


Quelle: Universität Zürich (UZH), Medienmitteilung vom 14.12.2023

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