Junge Forschende, die eine Karriere in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie anstreben und in einer der neun SPOG-Mitgliedskliniken arbeiten, konnten bis zum 31. Mai 2022 ein Forschungsprojekt im Bereich der pädiatrischen Onkologie, mit Schwerpunkt auf klinischen und patientenbezogenen Projekten, einreichen.
Der Vorstand der SPOG um Präsidentin Prof. Dr. med. Katrin Scheinemann nahm eine erste Evaluation aller eingegangenen Projekte vor. Nach Begutachtung und Empfehlung durch den unabhängigen, internationalen wissenschaftlichen Beirat der SPOG (Prof. G. Henze – Deutschland, Prof. R. Skinner – UK, Prof. E. Bouffet – Kanada) wurden schliesslich zwei Projekte von Dr. med. Rahel Kasteler und von Dr. med. Christine Schneider ausgewählt.
Dr. med. Rahel Kasteler, PhD
arbeitet als Assistenzärztin am Kantonsspital Aarau in der pädiatrischen Onkologie-Hämatologie und konnte Vorstand und Beirat mit ihrem Forschungsprojekt zu «Needs and quality of life in Ukrainian children with cancer in the context of the Ukrainian-Russian war and subsequent migrant movement to Switzerland» überzeugen. Mit diesem Projekt werden die Krebserkrankungen und die mit der Krebsbehandlung verbundenen psychosozialen Bedürfnisse sowie die Bewertung der Lebensqualität nach der Ankunft von krebskranken ukrainischen Kindern und Jugendlichen untersucht. Das Forschungsprojekt wird vom Kantonsspital Aarau geleitet und ist in die Forschungsgruppe von Prof. Katrin Scheinemann eingebettet.
Dr. med. Christine Schneider
arbeitet als Doktorandin in der pädiatrischen Onkologie / Hämatologie am Inselspital in Bern. Mit ihrem Forschungsprojekt zu «Early pulmonary dysfunction in paediatric cancer patients» konnte auch sie einen der beiden YI Grants gewinnen. In dieser Studie sollen frühe Stadien der pulmonalen Dysfunktion bei Kindern, die wegen Krebs behandelt werden, beurteilt, die Mechanismen der lungenschädigenden Krebstherapie verstanden, und frühzeitige Messungen der pulmonalen Ergebnisse ermittelt werden. Dabei werden verschiedene Aspekte dieser Art der Dysfunktion über einen Zeitraum von zwei Jahren nach Beginn der Krebstherapie gemessen. Die übergreifende Hypothese dieses Forschungsprojekts ist, dass Lungenschäden früh nach der Therapie auftreten und mit empfindlichen Methoden frühzeitig nachgewiesen werden können. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Inselspital in Bern, dem UKBB in Basel, dem Kinderspital Zürich, dem CHUV in Lausanne, dem HUG in Genf und dem Team vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) durchgeführt.
Beide Projekte konnten sowohl den Vorstand wie auch den wissenschaftlichen Beirat vollumfänglich überzeugen und werden von der SPOG finanziell unterstützt. Die SPOG gratuliert beiden Gewinnerinnen herzlich.PS